Total Sozial!

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Sozialarbeit statt Knast

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Denn wenn jemand die Geldstrafe nicht zahlen kann, kann er stattdessen auch gemeinnützige Arbeit leisten. Die Vermittlung in solche Stellen übernimmt unter anderem der Sozialdienst Katholischer Frauen. Martina Jakobczak arbeitet beim Skf in der Clearingstelle für gemeinnützige Arbeit. Sie spricht mit betroffenen Frauen und sucht nach der besten Lösung. Bei Total Sozial erzählt sie von den rechtlichen Hintergründen und warum das Angebot allen Beteiligten hilft. Eine Einrichtung, in der solche Stunden abbgeleistet werden können, ist das Münchner EineWeltHaus. Dort betreut Alida Gerlach die Frauen. Sie berichtet von ihren Erfahrungen und erzählt, warum diese Arbeit den Frauen auch oft guttut.
Mehr Infos: https://www.skf-muenchen.de/unser-angebot/frauen-in-besonderen-notsituationen/straffaelligen-und-entlassenenhilfe-fuer-frauen.html

Internationaler Tag der Pflege

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Schlechte Arbeitsbedingungen und Applaus anstelle anständiger Bezahlung - das ist das gängige Bild des Pflegebereichs für viele. Über wenig Arbeitsfelder ist in den vergangenen Jahren so kontrovers debattiert worden. Doch wird das dem Beruf gerecht? Seit 1965 soll der "Internationale Tag der Pflege" dazu motivieren, genauer auf diesen Bereich zu schauen und ein Bewusstsein für die Arbeit der rund 1,9 Millionen Pflegekräften in Deutschland schaffen. Wie wird man überhaupt Pfleger? Was lieben Pflegekräfte an ihrem Beruf? Und an welchen systemischen Fehlern verzweifeln Angestellte auch noch nach Jahrzehnten? "Total Sozial" begleitet zum Tag der Pflege zwei Auszubildende im Caritas-Altenheim St. Antonius in München-Forstenried und spricht sowohl mit der Heimleitung als auch der Ausbildungsleitung über die großen Baustellen in der Altenpflege.

Mobil trotz Handicap - Unterwegs mit dem Malteser Fahrdienst

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Erstausstrahlung dieser Sendung: 02.09.2018

Rollstuhlfahrer sind die größte Personengruppe, die die Malteser in Gräfelfing befördern. Flexibilität ist bei diesen Individualfahrten besonders gefragt. Gerade Arztbesuche verlangten einiges an Spontanität in der Planung, berichtet Fahrdienstleiter Christian Kunzendorf. Viele Leute wüssten nicht, dass ihnen morgen eine Plombe herausfällt und sie zum Zahnarzt müssen. "Wir müssen teilweise von jetzt auf gleich reagieren, sofern es machbar ist", beschreibt Kunzendorfer den Fahrdienstalltag.

Fahrer wie Roland Schmucker sorgen dafür, dass Rollstuhlfahrer dann auch sicher an ihr Wunschziel kommen. Wir haben ihn auf seiner Fahrdiensttour in einem Behindertentransportwagen begleitet. Rollstühle schieben ist dabei noch die einfachste Sache. Was Schmucker nicht kalkulieren kann: Staus und die leidige Parkplatzsuche vor der Arztpraxis, wenn der Behindertenparkplatz belegt ist. Und oft sind in den Häusern die Aufzüge dann auch noch so eng, dass der Rollstuhl nur mit viel Zentimeterarbeit hineinpasst. Roland Schmucker sieht das alles aber als Herausforderung. "Es gibt immer Überraschungen, aber man kriegt es hin", ist das Fazit am Ende seiner Tour. Und seine Mitfahrer danken es ihm. So wie die Rollstuhlfahrerin, die er an diesem Tag zum Arzt gebracht hat. Die ist mit der Hilfe von Roland Schmucker sicher in die Arztpraxis im zweiten Stock gelangt - und ihr Ehemann konnte zur gleichen Zeit zu Hause ein wenig freie Zeit genießen. Ohne den Malteser Fahrdienst wäre das nicht möglich, ist sich die Patientin im Rollstuhl sicher.

Mit Rad und Tat

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Ein funktionierendes Fahrrad bedeutet Mobilität in der Stadt. Das KJSW ermöglicht Familien in finanziellen Nöten deshlab eine günstige und diskrete Fahrradreparatur.

Therapiehühner machen glücklich

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Von Therapiehunden hat man ja schon oft gehört. Aber auch Berta und ihre vier Kolleginnen lassen sich streicheln und füttern. „Und man kann ausgiebig mit ihnen reden – und sie hören zu“, erzählt eine Bewohnerin begeistert.
Das Haus "Maria Linden" ist eine Einrichtung des Katholischen Jugendsozialwerks. Hier leben 100 alte Menschen mit seelischer oder geistiger Behinderung. Die, die noch fit sind, wohnen in WGs und jeder übernimmt so viel Arbeit, wie er oder sie noch kann.
Magdalena Schön ist angehende Sozialarbeiterin im dualen Studium und hat das Hühnerprojekt ins Haus geholt. Vor allem ein Bewohner kümmert sich mit Hingabe um die Hühner. „Der Mann hat früher nur vor der Tür gesessen und geraucht. Heute strahlt er über das ganze Gesicht, wenn er bei den Hühnern ist.“

Mehr Infos zum Haus: https://haus-maria-linden.kjsw.de/
Ein Video über das Haus können Sie hier sehen: https://www.youtube.com/watch?v=ziQyKnm_vmI

Frauen Empowerment

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Shavin Abdullah hat sich zusammen mit ihren Freundinnen aus Marokko und Nigeria zum Taschennähen angemeldet. Die drei seien sich im Integrationskurs begegnet und hätten beim Deutschlernen Freundschaft geschlossen, erzählt die Frau aus dem Nordirak. Jetzt bilden sie eines der fröhlichen Dreierteams, das im Rahmen des Malteser Frauen Empowerment Projekts das Design für eine Tasche entwirft und diese dann mit Stoff und Garn selber näht. Immer an ihrer Seite ist Rahel Wacker. Sie leitet das Empowerment-Projekt und spricht bei dieser Gelegenheit mit den Frauen nicht nur über die neueste Taschenmode.
Für Wacker ist es wichtig, die Frauen aus den unterschiedlichen Kulturkreisen besser kennenzulernen. Wie ist ihre private Situation, und lässt es die zu, einen Beruf in Deutschland zu erlernen? Das will sie mit ihren Schützlingen klären. Und weil man als Frau in einem fremden Land erst recht eine große Portion Selbstbewusstsein braucht, um sich auf den Weg in eine Berufsausbildung zu machen, sollen die Teilnehmerinnen in der Kreativ-Werkstatt ein Erfolgserlebnis haben, das ihnen zeigt, dass sie es schaffen können, auch wenn sie bei null anfangen. „Das große Ziel ist, dass wir am Schluss eine Marke mit Logo haben und ebenso ausreichend viele Textilprodukte, die man gut verkaufen kann", erklärt Wacker. Lässt sich so etwas tatsächlich umsetzen? Wir haben Rahel Wacker und Shavin Abdullah in ihrer Näh-Werkstatt im Münchner Eine-Welt-Haus besucht.

Respekt will gelernt sein

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Respekt ist so etwas wie die grundsätzliche Basis für das gesellschaftliche Miteinander. Im Großen auf der politischen Bühne oder im Kleinen gegenüber den Menschen, denen man in seinem persönlichen Alltag begegnet. Weil Respekt aber nicht angeboren ist, muss man ihn lernen. Seit rund vier Jahren gibt es deshalb das Programm "Respekt Coaches" an 275 Standorten in ganz Deutschland. Im Erzbistum München und Freising wird das Programm unter anderem vom Jugendmigrationsdienst (JMD) von INVIA getragen. Respekt-Coaches wie Friederike Alexander begleiten dabei Schulklassen und versuchen, die Kinder- und Jugendlichen gegenüber Extremismus und Radikalisierung zu sensibilisieren. Welche Themen konkret behandelt werden, entscheiden die Schüler dabei selbst. Welche Fragen den Respekt-Coaches besonders häufig begegnen und wie ein Coaching dann abläuft, erzählen Friederike Alexander und Neda Nayeri-Maslo von INVIA in der neuen Folge von "Total Sozial".

30 Jahre glücklich im Ehrenamt

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Kein Verband und kaum eine Einrichtung könnte existieren ohne die Mithilfe von Ehrenamtlichen. Eine stellt Brigitte Strauß heute vor, denn sie ist etwas ganz Besonderes: Hildegard Obermeier hat jahrzehntelang Angehörige schwer kranker Kinder betreut, die in Münchner Kliniken behandelt wurden. Heute hilft sie einer jungen Frau aus Ghana auf ihrem Weg in den Beruf. Außerdem hat sie auch mehr als 100.000 Euro an Spenden gesammelt für den Sozialdienst katholischer Frauen. In ihrer Arbeit hat sie viel erlebt und sagt heute: "Man bekommt immer mehr Liebe zurück als man gibt."

Malteser bilden Miniretter aus

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In den Schulen gibt es sie schon lange: Schulsanitäter sind da, wenn sich Mitschüler das Knie aufschlagen oder den Fuß verknacksen. Was in der Schule gut ist, könnte auch für die Pfarreien richtig sein, haben sich die Malteser gedacht.

Über diesen Podcast

Wohnungsnot, Integration, Inklusion, demografischer Wandel: Das sind die großen sozialen Herausforderungen unserer Zeit. Die kirchlichen Sozialverbände arbeiten mit daran, sie zu meistern. Mit Herz und Haltung. In diesem wöchentlichen Podcast sprechen wir mit ihnen darüber – und begleiten die Menschen, die von ihrer Hilfe profitieren.
Produktion: Münchner Kirchenradio (MKR) / Sankt Michaelsbund

von und mit mk-online.de

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